Dienstag, 10. Mai 2016

BACK HOME!!!!

Eintrag Nr. 47. Letzter Eintrag für diesen Blog. Eigentlich schade. Ich habe so viel mit euch hier geteilt. So viele Fotos und Gedanken.
Aber keine Sorge - ich werden nichts löschen. Also falls ihr irgendwann den innigen Drang verspürt, meine Einträge und Fotos nochmal zu durchstöbern - feel free ;-) Ich werde das, glaube ich, auch noch das ein oder andere Mal machen.

Jetzt aber zum Wesentlichen dieses Eintrages. Um von meiner Rückkehr und meinen letzten Tagen in Australien erzählen zu können, muss ich vorher etwas erklären.
Als die Buchung meines Rückfluges im November anstand, hatte ich zunächst vor, Mitte Mai zurück nach Deutschland zu fliegen. Im Endeffekt hat sich aber herausgestellt, dass Ende April/Anfang Mai viel besser sei, weil ich dann bei diversen Familienfesten dabei sein könnte. Allen meinen Freunden hatte ich aber schon vorher den Termin "Mitte Mai" genannt. Ich beschloss, den Termin beizubehalten und alle zu überraschen. Eine meiner besten Freundinnen, Anouk, hat am 1. Mai Geburtstag und ich wollte dann einfach bei der Feier aufkreuzen und alle Anwesenden überraschen. Das war der Plan. Louisa, meine andere beste Freundin, war die einzige, die eingeweiht war und die mir helfen sollte, den Plan zu verwirklichen. Ich war super aufgeregt und konnte es kaum erwarten!

Mein Plan ist leider nicht so wirklich aufgegangen. Der Spieß wurde von allen meinen Freunden umgedreht und ich wurde überrascht! Es war einfach unglaublich und ich habe geheult, wie ein Wasserfall ;-) Aber mehr sage ich jetzt noch nicht, denn ich will chronologisch in meinen Erzählungen vorgehen.

So richtig konnte ich ja auch nicht von meinen letzten Erlebnissen in Australien erzählen, weil ich kein Wort über meinen Rückflug verlieren wollte. Die Überraschung sollte unbedingt gelingen!! Ich habe meinen letzten Eintrag also sehr gewissenhaft geschrieben und auf jedes Wort geachtet. Eigentlich alles umsonst, wie es sich rausgestellt hat ;-)

Ich bin also am Sonntagabend, den 24.4., von Cairns nach Melbourne geflogen. Es war alles ein bisschen stressig, weil ich eigentlich einen Shuttle von meinem Hostel aus gebucht hatte, der aber nicht gekommen ist. Die Rezeptionistin hat scheinbar eine falsche Uhrzeit gebucht, sodass ich den nächsten Shuttle nehmen musst, der sehr knapp am Flughafen ankam. Der Fahrer war aber super nett und hat alles getan, dass ich noch pünktlich kam. Im Endeffekt war ich 45 Minuten vor Abflug beim Check-in und ich hatte ungefähr 5 Minuten Wartezeit bis das Boarding begann. So ein Stress finde ich immer etwas unnötig, aber was soll man machen... Es hat ja im Endeffekt alles gut geklappt ;-)

In Melbourne kam ich dann abends gegen 22 Uhr an, weshalb ich ein Taxi zu meiner Gastfamilie genommen habe, was mir Gab, meine Gastmutter, bezahlt hat. Super lieb von ihr!
Als ich ankam, kam bei mir ein bisschen das "Home Sweet Home"-Gefühl hoch, was ich schon sehr vermisst habe. Alle schliefen schon und ich ging auch direkt ins Bett. Ins große, gemütliche Bett. Das Zimmer für mich alleine. Sauber. Ruhig. Hach, war das schön...

Am nächsten Morgen (Montag, der 25.4.) war ANZAC Day, also ein Feiertag. Das war sehr schön, weil Gab und Bryce nicht arbeiten mussten und Hamish und Jack nicht in die Schule gehen mussten. Hamish kam gegen 8 Uhr in mein Zimmer und hat mich aufgeweckt. So süß, der Kleine!! Er hat sich wohl richtig auf mich gefreut!! Mir wurde gleich gesagt, dass ich wieder mit nach Bali kommen sollte, weil er sonst ganz traurig sein würde. Auch Jack kam kurze Zeit später rein und hat ganz fröhlich mit mir gequatscht. Das war so schön und es hat sich so angefühlt, als wäre ich nie weg gewesen!

Wir sind dann alle gemeinsam in dem Lokal frühstücken gewesen, in dem wir auch früher jeden Sonntag waren. Sehr lecker war das und Erinnerungen sind hoch gekommen ;-) Danach sind wir zum Strand gefahren, wo wir ein bisschen spazieren waren und die Jungs sich austoben konnten.



Den Rest des Tages hatte ich die Jungs praktisch für mich alleine, weil Gab und Bryce noch Dinge zu erledigen hatten. Einerseits war die Zeit mit den beiden super schön und hat mich an früher erinnert, aber andererseits war es auch echt anstrengend... Also ich bin froh, erstmal nicht als Aupair arbeiten zu müssen. ;-)

Dienstag und Mittwoch habe ich dann ganz entspannt meine Zeit in der Stadt verbracht und Leute getroffen, die ich während meiner Reise kennengelernt habe. Ich habe mich nochmal durch diverse Restaurants gefressen, wenn man das so sagen darf, bei denen ich früher auch immer war. Lecker schmecker ;-) Ich habe einfach die ganze Zeit in Erinnerungen an meine erste Zeit in Australien geschwelgt. So schön!

Gleichzeitig habe ich auf dem Queen Victoria Market viele Souvenirs gekauft und den besten Kaffee der Welt in der Degraves Street getrunken. Der war wirklich gut - nichts im Vergleich zu den Kaffees, die ich bisher hier in Deutschland getrunken habe!

Am Mittwoch (27.4.) habe ich auch nochmal die Firma von Bryce besucht, bei der ich drei Monate an der Rezeption gearbeitet habe. Es war total schön, meine ganzen ehemaligen Kollegen zu sehen und vor allem das neue Büro. Die Firma weitet sich nämlich immer mehr aus, ist deshalb umgezogen und hat auch ein paar mehr Angestellte!

Ziemlich schnell gingen die Tage in Melbourne vorbei und meine letzte Nacht in Australien stand an. Sehr gut konnte ich nicht schlafen, aber da ich am Donnerstag (28.4.) schon um 8 Uhr vom Uber-Taxi abgeholt wurde, war das auch nicht so schlimm.
Da es bei Gab und Bryce zuhause keine Waage gab, um meinen Backpack zu wiegen, musste ich nach dem Motto "no risk, no fun" zum Flughafen fahren. Das hat auch sehr gut geklappt, muss ich sagen! 19,7kg hat mein großer Backpack gewogen und ich war verdammt stolz darauf! Er hat sich so unheimlich schwer angefühlt und selbst der Taxifahrer, der übrigens sehr nett war, meinte dass das mindestens 20kg sein werden... Da ging mir ganz schön die Düse, weil ich nur 23kg haben durfte, aber es hat ja im Endeffekt doch alles sehr gut geklappt ;-)

Mir standen dann 29 Stunden Flug bevor... Also eigenlich "nur" 23 Stunden, weil ich insgesamt 6 Stunden Aufenthalt hatte. Aber überlegt Euch Mal, wie viel 23 Stunden sind! 23 Stunden nur rumsitzen. Das ist fast ein ganzer Tag......
Stellt es Euch lieber nicht vor, die Vorstellung ist nicht die Beste ;-)

Der erste Flug war 7h35min lang und war ohne auch nur etwas zu Übertreiben mein bester Flug, den ich je hatte! Mein erstes Ziel war Singapur und das Flugzeug war gerade frisch renoviert worden. Der absolute Hammer!! Die Bildschirme waren groß und mit einem hochsensiblem Touchscreen ausgestattet! Die Filme waren die neusten vom neusten und die Qualität war super. Dazu hatte ich noch zwei Plätze für mich alleine, weil der Flieger alles andere als voll war. Ein Traum!!

Ich war so geflasht und dann kam auch noch ein Flugbegleiter kurz vor Abflug vorbei und hat uns allen ein Menu verteilt. Ein MENU!! In der Economy Class!!! Ich habe wirklich gedacht, dass ich mich vertan habe und in der Business Class gelandet sei. Aber nein - nichts da, alles war richtig!! Es war einfach nur ein verdammt toller Service.

Auf dem Menu stand, dass wir direkt erstmal ein Wilkommens-Drink bekamen. Wenn man das schon hört, denkt man, dass man in einem fünf Sterne Hotel gelandet sei. Das war, glaube ich, nur pinke Limonade, aber immerhin - ein Welcome-Drink! Ich hatte mir vegetarisches Essen vorbestellt, weil ich von so einigen gehört habe, dass das besser wäre, als das normale Essen. Das kam dann auch eine gefühlte Stunde vor allen anderen an, was mich total erfreute, weil ich die neidischen Blicke im Rücken förmlich spüren konnte! ;-)
Später gab es noch einen afternoon tea mit einer Lindor Schokoladenkugel als Beilage!! Wow - so lecker!!
Irgendwann wurde uns noch ein frischer Apfel angeboten und M&M´s. Kann das einer glauben?! Also ich fühlte mich wie im Siebten Himmel...
Kurz vor der Landung bekamen wir alle noch ein Sandwich und da ich vegetarisch für den Flug war, war meins ein ganz Spezielles: Auf der Verpackung stand "wheat free, yeast free, gluten free, dairy free, egg free, nut free". Wie zur Hölle wurde dieses Sandwich gemacht?!?! Da ist ja nichts drin!!! Obwohl mir es ein bisschen seltsam vorkam, hat es wirklich gut geschmeckt.

Nach drei sehr guten Filmen bin ich in Singapur angekommen, wo mir 5 Stunden Aufenthalt bevorstanden. Schon vorher wurde mir erzählt, wie toll dieser Flughafen ist und tatsächlich - der Flughafen ist nicht nur riesig, sondern hat auch extrem viel zu bieten! Ich kann ja mal einen kleinen Teil aufzählen:

Es gab...
... einen Kaktusgarten,


Koi Fische (kleine Anmerkung: das sind die teuersten Fische der Welt),






Diverse Fernsehguckmöglichkeiten mit super bequemen Sesseln,






Witzige Foto-mach-Dinger,





Wunderschöne Palmeninseln mitten im Flughafen (inkl. der bereits erwähnten Koi Fische),


ein Fitnessstudio, ein Schwimmbad und Massage-Möglichkeiten,


Möglichkeiten, Computer zu spielen,





Möglichkeiten, Playstation zu spielen und...





... einen Sunflower Garden!





Einen Butterfly Garden gab es wohl noch auch, den ich aber nicht gefunden habe...

Der Flughafen war übrigens auch überseht mit vielen guten Restaurants - inklusive Starbucks, welches es an gefühlt jeder zweiten Ecke gab ;-)

Ihr seht schon: Ich war gut beschäftigt ;-)
Da ich aber ein bisschen Sorge vor dem langen Flug hatte, habe ich mir eine Massage gegönnt! Man tut ja sonst nichts für sich selbst ;-) Allerdings keine richtige Massage (das war dann leider doch zu teuer), sondern eine Massage von einem Massagestuhl, der aber den gesamten Körper massiert hat. Ohhh tat das gut... Es hat sich wirklich so angefühlt, als würde mich eine reelle Person massieren... Dazu bekam ich noch eine Art Brille auf, die meine Augen massiert hat. Hach, das Leben kann doch manchmal ganz schön sein ;-)

Am Flughafen verteilt gab es auch überall Möglichkeiten, Dir von einem Gerät die Füße massiert zu lassen. For free!! Und dazu auch noch richtig gut!!! Der Knaller!!! Ich wollte gar nicht Aufstehen von diesen Dingern ;-)

Das WLAN war auch noch super gut, dass ich sogar mit meiner Familie skypen konnte.
Kann ich bitte immer über Singapur fliegen?? Das ist gar kein richtiger Flughafen mehr, sondern ein eigenes Dorf!! Dort kann man sich nur wohl fühlen!

Achso, was ich noch nicht erwähnt hatte: Wenn man einen Aufenthalt von mehr als 5 Stunden gehabt hätte, würde man eine kostenlose 2,5 stündige Stadtrundfahrt durch Singapur bekommen! Was ist das bitte für ein Service?? Einfach genial...!!!!

Ihr seht - mir wurde nicht langweilig dort und ich habe die 5 Stunden ordentlich genossen und sie gingen ruck zuck um ;-)

Nach so viel Glück muss aber natürlich Pech kommen, richtig? Zumindest ist das bei mir so... Ich bin in den Flieger nach Zürich (Swiss Airlines) gestiegen und bin fast hinten über gefallen... Es war die Technik vom letzten Jahrhundert, der Flieger war komplett ausgebucht und ich hatte 13h10min vor mir.
Kennt ihr noch diese blöden Fernbedienungen die in der Armlehne klemmen, mit der man dann den Bildschirm bedienen kann? So etwas gab es da. Mit so einer Maschine bin ich das letzte Mal vor 10 Jahren geflogen. Zumindest gefühlt. Die Qualität der Filme war auch so schlecht, dass es gar keinen Spaß gemacht hat, irgendwelche Filme zu gucken... Deshalb habe ich genau einen geguckt. In 13 Stunden!!!! Das muss man erstmal schaffen...
Dazu war der Service super schlecht. Während im ersten Flieger ständig jemand mit Wasser vorbei kam und wir sogar am Anfang eine ganze Wasserflasche bekamen, kam hier nie jemand vorbei... Ätzend...

Die einzig beiden guten Sachen des Fluges waren: Ich konnte relativ gut schlafen (immerhin knapp 7 Stunden) und das Essen war auch nicht schlecht. Aber das ist auch das einzig Gute...
Ach nee, der Sonnenaufgang kurz bevor wir in Zürich ankamen, war auch sehr schön!!



Und die Berge von oben zu sehen, war wirklich unbeschreiblich...



Irgendwann war aber auch der Flug endlich vorbei und ich landete in Zürich, wo es a****kalt war. 1 Grad!! Genau 30 Grad kälter, als es in Singapur war...
Hier hatte ich zum Glück nur eine Stunde Aufenthalt, den ich mit sinnlosem Rumlaufen durch den Flughafen verbracht habe. Ich wollte mich nicht hinsetzen...

Der letzte Flug nach Düsseldorf war ganz unproblematisch - ging ja auch nur eine Stunde. Ich bin noch vor Abflug eingeschlafen und zehn Minuten vor Landung aufgewacht. Noch komplett im Schlafkoma bin ich zum Gepäckband gegangen und habe auf meinen Rucksack gewartet. Irgendwie war ich zu dem Zeitpunkt auch noch viel zu müde, um aufgeregt zu sein...

Mein Rucksack kam fast als letztes an und da die meisten im Flieger Berufspendler waren, hatten die alle nur Handgepäck. Dementsprechend kam ich fast als letztes raus und meine Mutter hat sich schon große Sorgen gemacht. Mütter eben ;-)

Dann war der Moment endlich da, den ich mir schon Wochen und Monate vorher vorgestellt hatte. Der Moment aus den Türen zu kommen und meine Familie zum allerersten Mal nach knapp 10 Monaten wiederzusehen... Es war so schön!!!!!! Meine Familie und auch meine beste Freundin Louisa standen mit einem großem selbstgemachtem Willkommensplakat da und haben mich wundervoll empfangen. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie schön es war, alle wieder im Arm halten zu können!!!!! Meine kleinste Schwester Madeleine hat fast noch mehr geweint, als ich ;-)





Komischerweise konnte ich mich nach kurzer Zeit schon wieder beruhigen und es hat sich angefühlt, als wäre ich nie weg gewesen. Als wäre ich nur für einen kurzen Urlaubstrip weg gewesen. Einfach wunderschön!

Meine Hündin Pinga wiederzusehen war auch so schön.... Generell alles wiederzusehen war ein Traum!! Das Haus, mein Zimmer, der Garten, die Umgebung, die Straßen, ... Einfach ALLES!

Zuhause haben wir erstmal ganz ausgiebig gefrühstückt, was so wunderschön war. DEUTSCHE Brötchen habe ich endlich wieder!!!!! Sooo lecker ;-) So etwas weiß man gar nicht zu schätzen, wenn man hier wohnt...
Meine Schwestern haben für mich einen Kuchen und Mini-Donuts gebacken - es war einfach alles perfekt!!!


Endlich alle wieder vereint...

Nach dem wir gemütlich gefrühstück hatten, ich ein bisschen von meinen Eindrücken erzählt hatte und wir alle ganz viel Spaß hatten, klingelte es plötzlich an der Tür. Meine Schwestern schriehen beide: "Franziska, mach Mal die Tür auf!!!!!!" Ich hatte mich gewundert, warum die denn so ausgerastet sind, aber als ich dann die Tür öffnete, stand plötzlich meine Cousine Johanna da...!!! Einfach so.... Oh man habe ich mich gefreut.... Sie ist extra für mich aus Göttingen für eine Nacht gekommen!! Unglaublich..... Was eine Überraschung...!!!

Der Tag ging zielich schnell vorbei. Mit meiner Cousine bin ich spazieren gegangen und ich konnte "Ohhhh" und "Ahhhh" zu der neu-alten Umgebung sagen. Ein paar Sachen haben sich nämlich doch verändert.

Abends sind wir alle gemeinsam in der Innenstadt essen gegangen, was auch sehr schön war, ich aber zum Schluss fast tod umgefallen bin, weil ich so müde war. Aber da ich den ganzen Tag durchgehalten habe, hatte ich kaum einen Jetlag!!!

Am Samstag (30.4.) habe ich meine Cousine zusammen mit meiner Schwester und meiner Mutter gegen 14 Uhr zum Bahnhof gebracht und war dann mit Louisa verabredet. Hier beginnt der ganze Spaß.

Geplant war, dass ich mit Louisa einkaufen fahre, wir dann einen Kuchen für die dritte in unserem Bunde, Anouk, backen, am Abend in die Altstadt fahren, Anouk dort zu überraschen und in ihren Geburtstag reinzufeiern. Zu dritt erstmal.

Alles lief nach Plan. Kuchen war fertig gebacken. Wir waren schick und haben nur noch auf eine Nachricht von Anouk gewartet, dass wir losfahren könnten.
Felicitas hat aber plötzlich total panisch angerufen und mir gesagt, sie hätte sich ausgeschlossen und keiner wäre zuhause und ihr wäre kalt und sie müsste auf Klo und auch die Nachbarn mit unserem Schlüssel sind nicht da und sie müsste schnell ins Haus und ob ich nicht noch schnell vorbei kommen könnte, um sie reinzulassen. Der Plan wurde also umgeschmissen, Louisa und ich haben uns den Kuchen geschnappt und sind zu mir gefahren, um Felicitas reinzulassen und dann von mir aus in die Altstadt zu fahren. Das war zumindest der Plan.

Ich kam zuhause an und ein Fahrrad stand vor der Garage. Ich habe mich ein bisschen gewundert, aber obwohl Feli versucht hat, irgendetwas zusammen zu stottern, wurde ich nicht misstrauisch. Ich kleines Naivchen ;-)

Jetzt werde ich Spannung aufbauen, also haltet Euch fest.
Ich gehe zur Tür, hole den Schlüssel aus der Tasche, will gerade die Tür aufschließen und wer macht mir die Tür auf und steht mit einem breitem Grinsen vor mir?? ANOUK!!! Ich habe erst so lange da gestanden, weil ich das gar nicht realisieren konnte. Dann gab es ein kleines Kreisch-und-Heul-Konzert. Ich kam rein ins Haus, versuchte mich so langsam wieder zu beruhigen und da kam eine andere sehr gute Freundin von hinten an und begrüßte mich. Wieder ein Kreisch-und-Heul-Konzert. Kaum ließ ich sie los und ich sehe wie ungefähr 10 Leute vom Esszimmer aus in den Flur zu mir kamen. Ich konnte es kaum fassen, war total überfordert mit der ganzen Situation und rannte heulend in die Küche, wo dann nochmal 20 Leute standen!!!!! Das war so so unglaublich, das könnt ihr Euch gar nicht vorstellen. Ich brach halb zusammen und konnte mich gar nicht mehr einkriegen... Es war unbeschreiblich, das Gefühl. Es waren alle meine Freunde da!!! Alle auf einmal!!! Unfassbar...!!! So eine tolle Überraschung!!!!!!

Das Witzige an all dem war, dass ich davon ausgegangen bin, dass niemand von meiner Ankunft Bescheid wusste, weil ich ja alle überraschen wollte. Anders herum haben sich alle anderen darüber lustig gemacht, weil sie ganz genau wussten, dass ich schon längst auf dem Weg nach Deutschland war. So war die Überraschung doppelt und dreifach gelungen.

Die Überraschungsparty wurde dann, je später es wurde, zur Geburtstagsparty von Anouk und wir haben erfolgreich in ihren Geburtstag reingefeiert.




 Unser Geburtstagskuchen für Anouk!!



HACH war das schön....... Ich habe einfach so tolle Freunde......

Ja, und seit dem bin ich eigentlich ständig auf Achse. Deshalb kommt auch dieser Eintrag erst so spät. Ich war ständig unterwegs und hatte kaum eine Minute für mich... Aber das ist ja auch wunderschön, denn so habe ich alle Leute direkt wiedergesehen!

Der Ernst des Lebens wird mich bald wieder einholen, denn ab nächste Woche beginnt mein Praktikum in München. Und dann muss ich mich auch irgendwann noch entscheiden, wo ich studieren will...

Hiermit beende ich jetzt den letzten Eintrag und damit meinen gesamten Blog. Mir hat es total viel Spaß gemacht, Euch ständig auf dem Laufenden zu halten - regelmäßig und unregelmäßig!!
Vielen Dank an alle, die sich für mich und meine Reise interessiert haben.

Ich Tschüss und Auf Wiedersehen - bis zu meiner nächsten großen Reise ;-)

Dienstag, 26. April 2016

Tauchen im GREAT BARRIER REEF

Wisst ihr was? Das Schwerste an einem Eintrag ist der Anfang. Ich weiß nie so wirklich, wie ich anfangen soll. Ich will irgendwie immer eine coole Einleitung. Klappt manchmal, manchmal auch nicht... Eigentlich ist aber immer der Anfang am schwierigsten oder? Egal, ob es um einen Aufsatz in der Schule geht oder um etwas anderes. Der Anfang kann hart sein... Wenn man allerdings erst Mal angefangen hat, ist alles andere viel leichter! Mit dem Auslandsjahr war es auch so. Man braucht erst Mal die Überwindung, sich dafür zu entscheiden. Und dann muss man tatsächlich fliegen. Und vor allem muss man die erste Zeit zu überstehen, die meistens am schlimmsten ist.
 
Okay, wow - was eine Einleitung!! Ich bin stolz auf mich ;-) Ich sollte Autor werden - mit Metaphern kann ich auf jeden Fall umgehen... Wenn das überhaupt eine Metapher war...
 
Naja, ist eigentlich auch egal - back to the topic: TAUCHEN!!
 
Bevor ich aber damit anfange, erzähle ich euch noch ganz kurz von den Tagen vorher. Es geht auch ganz schnell! Wirklich schnell - versprochen.
 
Am Mittwochabend (20.4.), nachdem ich von meiner Daintree-Rainforest-Tour wiederkam, bin ich noch mit Jill (die, mit der ich die meiste Zeit auf Magnetic Island verbracht habe) ins Gilligan's gegangen, welches DAS Party Hostel schlechthin ist. Allerdings war alles dort etwas seltsam. Die Leute kommen eigentlich nur, um sich komplett zu betrinken oder sich zum Affen zu machen. Oder beides. Also sind Jill und ich nicht so lange geblieben. Die Vorstellung, stattdessen im Bett liegen zu können, hat uns einfach zu sehr gereizt ;-)
Generell war ich in Cairns irgendwie nicht in Feier-Stimmung... Keine Ahnung, woran das lag, aber ich fand gemütliche Abende viel schöner..!!
 
Am Donnerstag (21.4.) habe ich endlich Annika und Dini wiedergetroffen!! So schön war das!! Nachdem ich beide ja in Sydney nochmal kurz sehen konnte, bevor ich meine große Reise begonnen habe, konnten wir uns jetzt am Ende unserer Reisen wiedersehen und Erfahrungen austauschen. Wir haben ja so ziemlich die gleiche Strecke gemacht, aber ich eben mit einem Bus und sie hatten ein eigenes Auto. Also hatten sie ein bisschen mehr Flexibilität, als ich. Jetzt haben sie allerdings den Stress, ihr Auto wieder verkaufen zu müssen, was gar nicht so leicht ist... Da bin ich, um ehrlich zu sein, froh, nicht das Problem zu haben!
 
Naja, auf jeden Fall habe ich mich mit ihnen an dem Tag getroffen und mit ihrem Auto sind wir zusammen zu einem Shoppingcenter etwas außerhalb von Cairns gefahren. Das Wetter war nämlich nicht wirklich das Beste. In dem Shoppingcenter gab es außerdem eine Bibliothek, wo es WLAN gab und wir einfach chillen konnten. Und ihr glaubt es nicht - wir haben tatsächlich den ganzen Tag dort verbracht. Bis die Bibliothek geschlossen hat. Das können wirklich nur Backpacker ;-) Es war aber insofern total schön, weil wir viel quatschen konnten, entspannen konnten und vor allem unsere technischen Geräte aufladen konnten. Für mich spielte das nicht so eine große Rolle, wie für Dini und Annika, die ja in ihrem Campervan leben und ihre Dinge nur aufladen können, wenn sie fahren bzw. der Motor an ist.
 
Abends haben wir dann Jill beim Night Market in der Innenstadt getroffen. Da ich aber am nächsten Tag den Tauchtrip vor mir hatte, bin ich relativ früh schlafen gegangen.
 
Am Freitag (22.4.) war es dann endlich so weit und ich konnte die Unterwasserwelt und das Great Barrier Reef erkunden!! Es war so unfassbar schön! Und das allerbeste: Ich habe mir am Tag vorher eine Unterwasserkamera gemietet, sodass ich euch meine Eindrücke auch bildlich zeigen kann! Super oder? Natürlich sieht es auf den Fotos längst nicht so aus, wie in Wirklichkeit, aber es ist wenigstens ein Anfang ;-)
 
Um 9 Uhr morgens haben wir uns also am Hafen getroffen, wo ich wieder neue Leute kennengelernt habe. Das geht einfach so schnell!! Vor allem ist es einfach so, dass ich überhaupt gar keine Scheu mehr habe, mich einfach so zu Leuten dazuzustellen. Früher hätte ich das wahrscheinlich nie gemacht.. ;-)
 
Nachdem wir alle an Bord waren, wir den ganzen Papierkram unterschrieben haben (es ist schon irgendwie unheimlich, wenn man bei so etwas unterschriebt, dass einem bewusst ist, dass lebensgefährliche Dinge passieren können...) und wir wichtige Sicherheitsinformationen bekommen haben, ging es auch schon los.
Da wir ins "outer reef" gefahren sind, weil es dort schöner und besser zum Schnorcheln und Tauchen ist, hat die Fahrt zum ersten Tauchspot zwei Stunden gedauert... Hui, damit hatte ich nicht gerechnet...
 
 Ich hatte zum Glück vorher meine Tabletten gegen Seekrankheit genommen, sonst wäre ich vermutlich halb gestorben ;-) Am Anfang war es gar kein Problem und ich dachte mir so: Wow, es scheint als habe ich die Seekrankheit tatsächlich besiegt!! Nach ungefähr einer Stunde aber wurde es immer welliger und welliger... Wir sind so heftig geschaukelt und rumgeschüttelt worden... Für eine halbe Stunde habe ich mir wirklich ernsthaft Sorgen gemacht und ich musste mich konzentrieren, dass mein Frühstück in mir drin bleibt. Gerade, als ich mich aber wieder entspannen konnte und ich meine Augen schließen konnte, sind wir aber auch schon angekommen! Puh, ich glaube, alle waren ziemlich glücklich ;-)
 
Was ich noch gar nicht erwähnt hatte: Ich bin mittlerweile Certified Diver, weil ich ja den Tauchkurs auf Koh Tao in Thailand gemacht habe. Mit mir war nur ein weiterer Junge aus England, der certified war. Alle anderen sind entweder nur geschnorchelt oder haben einen Introduction Dive gemacht - am Arm des instructors. Boa habe ich mich cool gefühlt, dass ich das alles schon kann!!! Zwischendurch wurde gerufen "We have two certifies diver on bord, can they please come now?" oder "The two certified diver can go diving straight away!" Auch wenn ich noch gar nicht so oft tauchen war, habe ich mich wie ein Profi gefühlt ;-)
 
Um es aber direkt hinterherzuwerfen: Ich bin das letzte Mal im Juli getaucht, vor also fast 9 Monaten. Das ist schon eine Weile her... Ein bisschen unwohl habe ich mich gefühlt, dass wir die ganzen Handsignale unter Wasser nicht nochmal wiederholt haben und auch nicht, was man genau in einem Notfall macht oder was an der Tauchweste für was geeignet ist. Das muss man einfach regelmäßig auffrischen - hätte ich vorher gar nicht gedacht...
Naja, im Endeffekt ist ja alles gut gegangen ;-)
 
Das Tauchen war wirklich toll! Die Unterwasserwelt ist einfach so so schön und ruhig... Man erschreckt sich förmlich, wenn man plötzlich einen Fisch sieht, der mit was weiß ich wie vielen Stundenkilometern an einem vorbeidüst.
Und die Farben der Korallen... So schön... Ich hoffe, man kann es auf den Fotos wenigstens erahnen ;-) Ich spame euch jetzt mal mit den besten Fotos zu!! Ich konnte mich einfach nicht entscheiden, welches die besten sind...
 


Nemo!!!! 




Könnt ihr Nemo finden??



Und das bin ich 
 
Allerdings gab es auch eine Stelle, wo kaum mehr lebende Korallen waren... Alles abgestorben und grau... Das erschreckt einen total, wenn man den direkten Unterschied sieht. Vor allem habe ich mich mit anderen darüber unterhalten, dass unsere Kinder später die schönen Korallen wahrscheinlich kaum mehr sehen werden. Das meiste wird einfach abgestorben sein... Total traurig...
 
 
Und wisst ihr, was wir gesehen haben?? Einen Hai!!!! Total cool! Also es war kein böser, großer, gefährlicher Hai... Aber trotzdem ein Hai! Der lag da so ganz ruhig auf dem Meeresgrund und ich hatten Angst, dass er ganz plötzlich eine schnelle Bewegung macht und uns alle auffrisst ;-) In Australien weiß man schließlich nie... Nein, aber er hat sich scheinbar irgendwann zu beobachtet gefühlt und ist weggeschwommen.
 
 
Ich hatte gehofft, dass ich an dem Tag noch eine Schildkröte sehen könnte... Ich habe zwar schon eine beim Schnorcheln auf den Whitsundays gesehen, aber jetzt hatte ich ja die Kamera und wollte am liebsten eine aufnehmen... Naja, man kann nicht alles haben...
 
Nach dem Tauchgang haben wir Lunch auf dem Boot bekommen, welches aus Hühnchen, Salat, Aufschnitt und Toast bestand.
 
Keine halbe Stunde später waren wir auch schon beim zweiten Spot angekommen - einer kleinen verlassenen Sandinsel. Total schön!! Ganz heller Sand umringt von Wasser mit verschiedenen Blautönen. Ein Traum...
 



 
Vom Boot durften wir dann bis dorthin schnorcheln, was aber nicht ganz so leicht war. Je näher man an die Insel gekommen ist, desto flacher wurde das Wasser. Dementsprechend wurde auch der Abstand zwischen unserem Körper und dem Meeresgrund bzw. den Korallen immer kleiner... Ich fand das persönlich total unangenehm, weil ich so kaum Freiraum hatte. Die Korallen wachsen nämlich nur einen Zentimeter pro Jahr, weshalb man sie lieber nicht kaputtmachen sollte... Ich hoffe sehr, dass ich nichts zerstört habe.....
 
Das Schorcheln war ähnlich, wie das Tauchen, aber doch irgendwie anders. Es war wieder unglaublich schön, die vielen Korallen sehen zu können!
 




Das bin ich. Ein Schnorchel-Unterwasser-Selfie
 
Unsere besondere Entdeckung dieses Mal: einen Rochen!!! Das war vielleicht cool! Dieses Tier habe ich nun gar nicht erwartet. Ich habe noch nie einen in freier Wildbahn gesehen! 
 

 
Ich muss aber ehrlich gestehen, dass ich ziemlichen Respekt hatte, weil es Arten gibt, die tödlich sein können... Kennt ihr Steve Irwin? Der ist ja auch von einem Rochen gestochen worden und somit gestorben... Und wenn man die Geschichte gut kennt, will man wirklich nicht dasselbe erleben...
 
Nach dem Schnorcheln war das Abenteuer "Great Barrier Reef" leider schon vorbei... Wir gingen alle auf das Boot und ich bin kurz nach dem Losfahren eingeschlafen. Solche Erlebnisse machen doch müder, als gedacht... Aber was ich nicht gedacht hätte: ich habe tatsächlich so tief geschlafen, dass ich den Afternoon Tea verpasst habe... Es gab wohl eine total tolle Obstplatte und ich habe gar nichts abbekommen... Naja, es gibt schlimmeres...
 
Die Rückfahrt war übrigens total angenehm. Da wir mit den Wellen gefahren sind, hat es gar nicht geschaukelt und ich konnte in Ruhe und ohne Seekrankheit schlafen ;-)
 
 Nachdem wir gegen 18 Uhr wieder am Hafen angekommen sind, habe ich die Unterwasserkamera abgegeben und ins Hostel zum Duschen gegangen. Nach so viel Salzwasser tut das echt gut ;-)
 
Joa, was gibt es noch zu erzählen? An den anderen Tagen habe ich nicht wirklich viel gemacht... Meistens war ich mit anderen an der Lagune und habe entspannt und gelesen... Die Lagune ist wirklich ganz schön, weil man während des Schwimmens einen Blick auf das Meer hat!
 
 
 
Immer mehr Leute sind aber nach und nach abgereist. Entweder, um ihre Reise wo anders fortzusetzen oder um nach Hause zu fliegen. Schon komisch... Aber ich habe ja immer wieder neue Leute kennengelernt ;-)
 
Das war mal im Gegensatz zum letzten Eintrag, ein etwas kürzerer ;-) Bis zu meinem nächsten Eintrag (Mal sehen, welcher Länge) wünsche ich euch allen alles Liebe!!!

Freitag, 15. April 2016

Agnes Water / Town of 1770 - Airlie Beach - WHITSUNDAYS - Airlie Beach - MAGNETIC ISLAND - Mission Beach - Cairns - CAPE TRIBULATION


Oh man... Ich hatte echt gedacht bzw. gehofft, dass ich schon früher die Zeit und das WLAN finde, einen Eintrag hochzuladen... Ist aber doch alles schwerer, als gedacht... Mich nervt das selbst total, weil jetzt sooo viel in einen Eintrag gesteckt ist...
Dafür ist dieser hier jetzt länger und gespickt mit ganz vielen schönen Fotos! Ich glaube, dass wird in Zukunft mein Lieblingseintrag sein ;-) Die schönsten Erlebnisse - all in one ;-)                  
 
8.4. - 10.4.: Agnes Water / Town of 1770
 
Am Freitag (8.4.) bin ich spät abends im Hostel angekommen und war von der langen Fahrt auch ziemlich erschöpft. Obwohl ich im Bus schlafen konnte, war ich extrem müde. Irgendwie ging es mir auch nicht so gut - ich hatte aber überhaupt keine Ahnung woran das lag. Etwas Falsches gegessen hatte ich eigentlich nicht...
 
Ich weiß übrigens nicht genau, was es mit dieser Stadt bzw. diesen zwei Städten auf sich hat... Im Reiseführer werden sie als Zwillingsstädte bezeichnet. Mein Hostel (und ich glaube die meisten) ist in Agnes Water, wo es einen sehr schönen Strand gibt, an man wunderbar Surfen kann. Es ist die nördlichste Möglichkeit, an der Ostküste zu surfen. Danach fängt das Great Barrier Reef an, welches intensiv geschützt wird. Oder zumindest wird es versucht, so gut es geht zu schützen.
Warum die beiden Städte aber genau zusammen gehören, weiß ich nicht. Ich weiß nur dass Captain Cook seinen ersten Landgang in Town of 1770 hatte. Deshalb auch der Name ;-)
 
Am Samstag (9.4.) ging dann der Action los!! Zu erst habe ich morgens eine dreistündige Surfstunde gehabt. Das ist nämlich die Stadt, wo man die günstigsten Stunden bekommt! Während man in Byron Bay ungefähr 60$ für eine Stunde bezahlt, habe ich 22$ für drei Stunden bezahlt. Man kann es sogar für 17$ bekommen, aber dann wäre die Gruppe viel größer gewesen. In meinem Fall waren nur sieben andere Schüler dabei.
 


Wie mir das Surfen gefallen hat? Sagen wir so... Ich weiß jetzt, dass es keine Sportart ist, die ich öfter machen wollen würde ;-) Ich hatte ja schon eine Stunde auf Bali und dachte, den Dreh schon irgendwie rauszuhaben. Aber nee, irgendwie war das nicht so... Mein bestes Ergebnis war, als ich auf den Knien gesurft bin... Hat auf jeden Fall auch Spaß gemacht! Wer muss schon aufstehen?! Außerdem ist es viel einfacher auf Knien - ich werde auf jeden Fall eine neue Surfart erfinden ;-) 
Gegen Ende hat mich das salzige Salzwasser total genervt und meine Energie, sowie meine Motivation hat nachgelassen... Außerdem hatte ich das Gefühl noch nicht zu 100 Prozent fit gewesen zu sein. Nein - das ist keine billige Ausrede!! Ich gebe auch gerne zu, dass ich einfach schlecht und untalentiert im Surfen bin, aber super gut ging es mir trotzdem nicht ;-) Ich habe es dann sehr genossen, auf meinem Surfbrett zu sitzen und den anderen zu zusehen, wie sie - im Gegensatz zu mir - Fortschritte machten!
Leider habe ich mir da einen ziemlichen Sonnenbrand im Gesicht eingefangen... Obwohl ich mich vorher eingecremt hatte. Das war mein erster richtig starker Sonnenbrand, also geht das noch... Aber es sah einfach total blöd aus, weil ich so rot wie eine Tomate war ;-) Und alle haben mich ausgelacht...
Übrigens habe ich im selben Hostel dort vier Leute von der Fraser Island Tour getroffen - super witzig, denn mit drei von denen bin ich auch zusammen gesurft! 
 
Nachdem wir zurück im Hostel waren, hatten wir ungefähr eine halbe Stunde zum Duschen und eine Kleinigkeit essen, wonach hat uns auch schon der nächste Shuttle abgeholt hat. Wir sind nämlich Scooteroo gefahren!! In dem Shuttle saßen wieder zwei von der Fraser Island Tour ;-)
Scooteroo stellt ihr euch am besten so vor: eine Harley Davidson. Habt ihr es? Ich würde jetzt sagen, schließt eure Augen, aber dann könnt ihr ja nicht weiterlesen ;-) also dieses große, tolle Motorrad: Harley Davidson. Mit vielen Flammen auf dem Motorrad. Dann stellt ihr euch mich auf der Harley vor. Mit einer schwarzen Lederjacke wo Flammen auf dem Rücken sind. Und natürlich einem Helm auf. Auch mit Flammen. Habt ihr es? Jetzt stellt euch die Haley kleiner vor. So wie ein Scooter. Jetzt ist es perfekt - genauso sah ich aus und genauso bin ich zweieinhalb Stunden rumgecruist.
                 



Die Gaaaangster

Das ist also eine Tour, die angeboten wird, um sich einmal wie eine richtige Rockerbraut zu fühlen ;-) Oder Rocker - je nach dem! 
Es hat so unglaublich viel Spaß gemacht, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen! Tattoos konnten wir uns auch auf die Arme machen und dann war der Look perfekt!!
Ich hatte einen kleinen Vorteil, weil ich ja in Thailand schon ein kleinen Roller gefahren bin und somit die Eingewöhnungsphase ganz schnell ging. War echt eine super Erfahrung und die Gruppe war auch total nett!
Während wir so gefahren sind, haben wir immer zwischendurch am Straßenrand Kängurus sehen können!!! Das war so cool. Vor allem, standen sie da einfach ganz still und haben uns angeguckt, als wären wir Aliens von einem anderen Planeten ;-) Sie haben sich kein Stück bewegt! Das war so unglaublich toll und ein echter Australien-Moment!!!
Am Ende der Tour haben wir den Sonnenuntergang zusammen angeguckt und dabei Potato Wedges gegessen, was den Tag gemütlich abgerundet hat. 
Mist, von dem Sonnenuntergang habe ich dieses Mal gar kein Foto - ihr habt immerhin noch kaum Sonnenuntergänge von mir gesehen ;-)
 
Nach dem Abendessen bin ich noch zu dem Hostel gelaufen, wo ein paar Mädels der Fraser Tour wohnten. Die sind an dem Abend schon abgereist, deshalb habe ich ihnen noch etwas Gesellschaft geleistet!

Am Sonntag (10.4.) stand für mich nichts Großes auf dem Plan. Abends habe ich den Nachtbus nach Airlie Beach genommen, weshalb ich den Tag noch Zeit hatte, irgendwas zu machen. Zu erst bin ich durch ein paar Läden geschlendert, was aber auch ziemlich schnell erledigt war. Danach bin ich an den Strand gegangen, habe mir ein schattiges Plätzchen gesucht und einfach nur ausgeruht. Oh man, tat das gut!! So zwischendurch ist es doch sehr schön, alleine zu sein und seine Gedanken schweifen lassen zu können. Ich habe gelesen, Musik gehört und gedöst. 

   
 
Als mich dann der Hunger gepackt hat, bin ich einkaufen gegangen und zurück zum Hostel gegangen! Und das auch zum perfekten Zeitpunkt, denn ich war gerade rechtzeitig da, um bei einer Känguru-Tour meines Hostels mitzumachen.
Die Leute von meinem Hostel, mit denen ich mich schon vorher gut verstanden habe, sind alle mitgefahren und für nur 15$ sind wir zusammen zu einem Känguru Sanctuary gefahren, wo wir Kängurus ganz nah kommen konnten!! Das war so unglaublich süß! Wir haben alle ein paar Scheiben Süßkartoffeln bekommen, mit denen wir die Kängurus füttern konnten. Och war das schön!!! Die waren so zutraulich, sind alle zu uns gekommen und wir konnten sie ausgiebig streicheln. Am liebsten mögen sie es, wenn man sie am Hals krault, weil sie da selbst nicht dran kommen. Ich hätte am liebsten eines mit nachhause genommen!! ;-)


 
   
Das Gute an diesem Sanctuary ist, dass es kein Zaun oder ähnliches gibt - die Kängurus können kommen und gehen, wann immer sie wollen. Die Jüngeren haben aber alle ein eigenes Bett dort, weil sie entweder von der Mutter verstoßen wurden oder die Mutter gestorben ist, sodass die Eigentümer des Sanctuarys sie per Hand füttern.
Guckt euch mal die Betten an - so süß!!! Und selbstgemacht!!

   
Der Besitzer hat uns ganz viele interessante Dinge über Kängurus erzählt, von denen ich leider leider nicht mehr alle weiß. Aber er hat zum Beispiel erzählt, dass Kängurus eine Schwangerschaft aufheben können. Wenn also die Rahmenbedingungen zu einem Zeitpunkt nicht optimal sind, hebt es die Schwangerschaft auf bis zu einem Zeitpunkt, wo diese besser sind. Eigentlich total praktisch oder? Stellt euch mal vor, bei uns Menschen ginge das... "Ach nee, gerade keine Lust schwanger zu werden. Vielleicht nächsten Monat." Schon irgendwie seltsam...
Ein Känguru produziert auch zwei verschiedene Arten von Milch. Eine Sorte ist für das Neugeborene im Beutel und die andere ist dann für das ältere Kind.
Außerdem können Kängurus schon mit drei Jahren schwanger werden, wenn sie selbst noch nicht mal vollständig ausgewachsen sind. Klingt für mich total brutal irgendwie ;-)
Wusstet ihr, dass Kängurus von den Australiern selbst gehasst werden und viele diese süßen Tiere schlachten bzw. schlachten wollen? Finde ich total schrecklich... Aber es liegt daran, dass es viel mehr Kühe geben soll. Aus Kühen kann man viel mehr etwas machen und da Kühe, genauso wie Kängurus, Gras fressen, müssen Kängurus also ausgerottet werden... Total schlimm! Ich meine, diese Tiere sind ja unter anderem das Wahrzeichen von Australien!!
 
Nach der Tour haben wir beim Hostel noch ein paar weitere Leute abgeholt und sind dann zu einem Punkt gefahren, von wo aus man den Sonnenuntergang wunderschön betrachten konnte! Mit einem Bier in der Hand und netten Leuten, war das ein sehr schöner Abschluss der zwei Tage in der Stadt! Und ich konnte einen weiteren Sonnenuntergang fotografieren ;-)
 
 
Zurück im Hostel musste ich dann zum Glück auch nicht mehr so viel Zeit überbrücken, bis mein Bus nach Airlie Beach fuhr. Ein Nachtbus. Macht immer viel Spaß...
 
11.4. - 12.4.: Airlie Beach
 
Morgens um 7.30h bin ich also angekommen und musste die ersten Stunden erstmal irgendwie überbrücken, weil ich erst um 13 Uhr ins Hostel einchecken konnte... So etwas hasse ich ja... Vor allem gibt es in Airlie Beach nicht wirklich etwas zu machen. Dort gibt es eine so genannte Lagune, was so etwas wie ein fake Strand ist, aber ich hatte keine Lust in meinem Rucksack rumzukramen, wenn er noch nicht mal auf dem Zimmer ist...
 
Aber schön ist es schon oder?
 
Man darf ab hier nicht mehr im Meer schwimmen gehen, weil es hier hochgiftige Quallen gibt - "Stingers" heißen die. Natürlich gibt es hunderte verschiedene Sorten - wäre auch komisch, wenn nicht; wir sind schließlich in Australien - und nur ein paar sind giftig. Es gibt auch welche die tötlich sind, was ziemlich angsteinflößend ist. Mit bestimmten Anzügen kann man trotzdem ins Wasser, aber eben nicht mit Bikini. Naja - können schon, aber eben auf eigene Gefahr...
 
Nachdem ich endlich Einchecken konnte, habe ich geduscht und den restlichen Tag zusammen mit Maddie (die von der Fraser Tour) verbracht. Viel gemacht haben wir aber nicht.

Am Dienstag (12.4.) war dann der große Tag und unsere Tour durch die Whitsunday Islands ging los! Morgens mussten wir erstmal um 8.30h einchecken, was aber ganz ratzefatze ging ;-) Die Tour, die ich gebucht habe, war eine Tour über zwei Tage und zwei Nächte - wir durften dafür nur einen kleinen Rucksack mitnehmen. Ist ja auch logisch, stellt euch mal 30 Leute auf einem Boot mit jeweils riesengroßen Backpacks vor - das wäre etwas eng, denke ich ;-)

12.4. - 14.4.: WHITSUNDAY ISLANDS

Unsere großen Rucksäcke konnten wir dann bei der Bootsfirma über die Tage unterbringen und um 11 Uhr ging es auch schon los! Wir trafen uns mit allen am Hafen und haben dort direkt unsere "Stinger Suits" bekommen, was die besagten Anzüge gegen die giftigen Quallen sind. Wir waren insgesamt 23 Teilnehmer und drei Crew-Mitglieder. Eine super Größe, wie ich finde. Das Gute auch war, dass normalerweise 26 Teilnehmer mitkönnen, wir aber anscheinend nicht voll waren - sehr angenehm. 
Es war dann total aufregend, als es für uns alle auf das Boot ging. Es war nämlich kein normales Segelboot, sondern ein Trimaran. Also kein Katamaran, sondern ein Boot mit drei Rümpfen (Rümpfe sind diese Kufen, habe ich gegoogelt). Das war von daher super, weil es dadurch total breit war, man viel Platz zum Sonnen hatte und es auch nicht so doll gewackelt hat. 

 
   
Apropos wackeln - ich habe Tabletten gegen meine Seekrankheit genommen. Und zwar waren das welche zur Vorbeugung. Mir ging es auch die ganze Zeit super gut. Nur ein einziges Mal hat mein Magen sich ein bisschen beschwert, aber das war auch schnell wieder vorbei ;-) Ich bin sehr stolz auf mich!
Die Crew bestand aus dem Skipper (dem Pilot sozusagen) Dale, dem Koch Jordan (der war 21 und sah wirklich nicht schlecht aus und kochen konnte er auch hehehe) und unserem "Entertainer" Sami. Sami war einfach genial! Direkt am Anfang hat er sein Uniform-Hemd ausgezogen, weil er darunter ein Shirt anhatte mit der Aufschrift "Fuck everything and become a pirate". Und das war auch wirklich sein Motto - super witzig!!

Darf ich vorstellen: Möchte-gern-Pirat Sami ;-)
   
Bevor wir auf das Boot konnten, mussten wir alle unsere Schuhe ausziehen - keine wichtige Info, aber das ist generell sehr australisch. Ganz viele Australier machen alles barfuß, was ich total cool finde - einfach sehr entspannt!!
Dann haben wir alle Betten zugeordnet bekommen. Ich war echt erstaunt, wie viele Betten in so eine kleine Kajüte passen - in solchen Booten wird eben jeder Zentimeter genutzt. Da, wo auch die Küche war, gab es fünf Doppelbetten und ein Einzelbett und dann gab es noch in jeder Kufe oder Rumpf oder was auch immer jeweils drei Doppelbetten - ich habe mit Maddie ein Bett in der Mitte bei der Küche geteilt.

Nachdem wir losgefahren sind, hat Sami uns erstmal das Safety Briefing gegeben. Was also in einem Notfall gemacht werden muss und diesen ganzen wichtigen Kram ;-)

Das erste Mittagessen bestand aus Sandwiches, die wir uns selbst belegen konnten. Und ihr glaubt gar nicht, wie schwer es sein kann, ein Sandwich zu essen, wenn es super windig ist! Man muss da echt gut aufpassen - mir ist einmal eine Häfte fast weggeflogen ;-)

Am Nachmittag haben wir auch schon für unseren ersten Schnorchelgang angehalten. Wir haben unser Stinger Suits angezogen, was wirklich unglaublich sexy aussah ;-) es sind eigentlich dünne Taucheranzüge - plus Haube über den Kopf und Handschuhen!

 
   
Im Gegensatz zu den anderen Tauchgängen war dieser erste aber nicht so spannend. Es war schön, die verschiedenen Korallen zu sehen, aber viele Fische konnte man nicht wirklich sehen. Es war auf jeden Fall schön, aber eben nicht so sehr im Gegensatz zu den anderen ;-)

Fast immer stand uns Essen zur Verfügung - die haben wirklich dafür gesorgt, dass wir nie hungrig waren. Nach dem Schnorcheln bekamen wir verschiedene Kekse, Tee und Kaffee.

Während das Boot gefahren ist, haben wir alle nur entspannt und uns gesonnt. Wie man sich vielleicht denken kann, gab es nicht viel Schatten auf dem Katamaran (sorry - Trimaran). Nachmittags war die Sonne aber so schön angenehm und man musste keine Sorge haben, sich zu verbrennen. Ich bin auch ganz ohne Sonnenbrand davon gekommen ;-)

Die Fahrten waren immer wunderschön - es hat mich ein bisschen an Milford Sound in Neuseeland erinnert, falls sich da noch jemand dran erinnert ;-) Diese Landschaften, diese Weite, das tiefblaue Meer und die grünen Inseln - ein Traum!! 


   
Am Abend haben wir direkt vor der Whitsunday Island geankert, um am nächsten Tag die ersten auf dem berühmten Whitehaven Beach zu sein. Zum Abendessen hab es Hühnchen, Kartoffelsalat, Nudelsalat und Feldsalat - also wirklich sehr sehr lecker und ein Paradies für jeden Backpacker ;-)

Nachdem Sonnenuntergang haben wir alle zusammen gesessen und super witzige Kennenlern-Spiele gespielt. Sami war einfach total genial drauf und hat alle immer wieder zum Lachen gebracht. An dem Abend waren wir alle aber relativ müde, weshalb wir ziemlich früh im Bett waren. Ich konnte auch wirklich gut schlafen - die leichten Wellen haben mich schön in den Schlaf geschaukelt.

Sonnenuntergang vom Boot aus... So schön...
   
Am nächsten Tag (13.4.) wurden wir um 6 Uhr morgens geweckt und das Frühstück war schon fertig - nichts Besonderes: Toast, Müsli, Tee und Kaffee. Aber eben doch besser, als das Frühstück eines Backpackers ;-) Zumindest besser als mein Frühstück, was normalerweise aus Porridge besteht, was mir so langsam wirkich zum Hals raushängt... Ich will mir für die nächste Zeit etwas Besseres einfallen lassen!!

Mit dem Schlauchboot wurden wir alle nach und nach auf die Whitsunday Island gebracht und dann ging es auch schon über die Insel. Zwischendurch hat uns Sami immer ein paar interessante Dinge erzählt. Die Ameisen waren ganz besonders interessant. Ohne Witz! Er hat uns Ameisen gezeigt, die einen rötlichen Körper und einen grünen Popo haben. Wollt ihr wissen, was er dann gemacht hat? Er hat eine Ameise am Kopf gepackt, sie am Popo abgeleckt und dann behauptet, es würde einen zitronigen Geschmack haben. Wir dachten, er meint das nicht ernst, aber doch - voller Ernst! Ich habe mir daraufhin auch eine Ameise genommen und sie am Popo abgeleckt (die Vorstellung ist echt ekelhaft...). Es stimmt tatsächlich!! Unfassbar, aber wahr!! Nicht alles, was in Australien lebt, will töten! Manche Tiere haben auch einen interessant schmeckenden Popo ;-)

Zu erst waren wir bei einem Lookout, von dem man einen wunderschönen Blick über den Whitehaven Beach hatte! Leider wurde der Himmel immer grauer, weshalb wir uns nach einigen Fotos schnell auf den Weg runter zum Strand gemacht haben.

   
Dort gibt es ein Schild, welches die Tradition hat, dass sich die Frauen und Männer nackt dahinter stellen. Das Schild bedeckt dann natürlich die intimen Körperteile und die Tradition haben dann auch tatsächlich alle (!!) Jungs gemacht und ein paar Mädels. Es sah zum schreien komisch aus ;-)

Ich dachte, ich bin nett und stelle keine nackten Menschen ins Internet ;-)
   
Danach hat es leider total angefangen zu regnen... Aber da wir alle ja nicht aus Zucker sind, sind wir trotzdem über den Strand gelaufen und haben uns während des Regens im Wasser halbwegs warm gehalten. Nach einer guten halben Stunde wurde der Himmel wieder wunderschön blau und wir haben viele Fotos vom berühmten Whitehaven Beach mit blauem Himmel bekommen können!

Der Strand war tatsächlich ein Traum!!!! Weißer Sand und türkisblaues Wasser! Es sah aus wie in einem Bilderbuch! Eines der schönsten Orte, die ich je gesehen habe. Ich hätte Stunden dort bleiben und einfach nur über den Strand schlendern können.



   
Nach und nach wurde es allerdings immer voller, weswegen ich echt glücklich war, dass wir so früh da waren, sodass wir Fotos vom Strand bekamen ohne irgendwelche Leute drauf zu haben. Um 10.15h hat uns Sami wieder von der Insel abgeholt und bevor wir losfuhren gab es ein frühes Mittagessen, welches aus Wraps bestand die wir (wie auf Fraser Island) selbst belegen konnten.

Dort, vor der Insel, konnten wir während des Essens immer wieder Schildkröten sehen. Die kommen nämlich alle 3-4 Stunden über Wasser, um kurz Luft zu holen. Sie kamen also immer vereinzelt und unregelmäßig an die Oberfläche, aber ich konnte ungefähr 5 sichten. Leider war ich immer zu spät mit der Kamera...

An dem Tag sind wir sehr viel rumgefahren und sind zwei mal zum Schnorcheln angehalten und die Spots waren tausend mal schöner, als am Tag davor. Korallen in allen möglichen Formen und Farben und ganz viele unterschiedliche Fische - große, kleine, dicke und dünne. Wunderschön! Außerdem haben wir eine riesengroße Schildkröte gesehen! Nicht die kleinen Hausschildkröten, die man so kennt, sondern eine richtig große!!! Das war vielleicht toll... Im Great Barrier Reef beim Schnorcheln eine Schildkröte sehen, kann ich also von meiner Bucket List streichen. Ich hoffe ja so sehr, dass ich beim Tauchen auch noch eine sehen werde... 
Da waren auch Fische, die ungefähr 1,5 Meter lang waren! Riesen Dinger waren das!!!
Wie gerne hätte ich eine Unterwasserkamera gehabt, um euch alles bildlich zeigen zu können... Es war einfach wunderschön... Die Unterwasserwelt hat schon was magisches, ruhiges irgendwie...
 
Zwischendurch bekamen wir noch Kekse und eine liebevoll angerichtete Obstplatte mit Ananas, Melone, Apfel und Orange - leckeeeeer.
 
Es hat am Nachmittag leider auch wieder angefangen zu regnen, was nicht so schön war... Das Boot ist nämlich eigentlich nur für gutes Wetter geeignet. Wir haben zwar alle rein in die Kajüte gepasst, aber da unten wurde es dann schon relativ eng und vor allem stickig. Wenn man das Fenster richtig aufgemacht hätte, hätte es reingeregnet...
 
Vor dem Abendessen bekamen wir noch Gemüse und Cracker mit drei leckeren Dips - ihr seht, Hunger hatten wir wirklich nie ;-)
 
Pünktlich zum Abendessen hat es wieder angefangen zu regnen... Dieses Mal stärker... Vor dem Abendessen haben wir an einem schönen Ort geankert, um unser Abendessen (Spaghetti Bolognese mit Kräuterbaguette und Salat) in Ruhe essen zu können. Durch den Wind und den Regen war es aber etwas wackeliger, als am Abend vorher...
 
Es gab allerdings einen wunderschönen Regenbogen!
 
Dieses Mal wollte und wollte es einfach nicht aufhören zu regnen... Zum einen war es blöd, weil ein Mädchen (die kenne ich noch von der Fraser Island Tour) ziemlich seekrank war und man sich dann eher draußen aufhalten soll, was bei Regen ja nicht ganz so optimal ist... Außerdem war es ja unsere letzte Nacht und wir wollten eigentlich draußen ein paar Trinkspiele spielen und einfach draußen den letzten Abend verbringen, weil dort mehr Platz war. Zwischendurch hat es auch aufgehört, dann waren wir für 10 Minuten draußen, bevor es wieder angefangen hat und alle reingerannt sind ;-) auch eine Erfahrung auf jeden Fall - eine Bootstour bei Regen!!
 
Da es immer gegen 18 Uhr dunkel wurde, wir vorher geankert haben und dann auch ziemlich direkt Abendessen hatten, wurde man ziemlich schnell müde und es hat ich viel später angefühlt, als es eigentlich war ;-) Die Nacht hätte eigentlich noch viel länger und schöner werden können, aber wegen des Regens waren alle wieder ziemlich schnell im Bett ;-)
 
Der nächste Morgen (14.4.) war etwas entspannter, weil wir nur noch zurück nach Airlie Beach gefahren sind. Gegen 6 Uhr sind wir vom startenden Motor aufgewacht. Frühstück war auch schon fertig und wir konnten so langsam vom Schunkeln und dem Regen aufgeweckt werden. Der Regen war teilweise wirklich stark und ziemlich laut, was etwas unheimlich mitten in der Nacht sein kann ;-)
Bis wir gegen 9 Uhr wieder am Hafen in Airlie Beach ankamen, haben alle mehr oder weniger gedöst und gehofft, dass der Regen aufhört. Hat er aber nicht wirklich...
 
14.4. - 15.4.: Airlie Beach
 
Pitschepatschenass waren wir, als wir endlich wieder unter Dach auf dem Festland waren um uns ein Taxi zu bestellen. Zu unserem Hostel wären wir nochmal mindestens 20 Minuten gelaufen, was im strömenden Regen nicht so nett ist...
 
Im Hostel haben wir dann auch nur im TV Room die Zeit verbracht, weil wir ja wieder nicht bis 13 Uhr einchecken konnten... Bei Regen ist es einfach noch viel ätzender, weil man da wirklich komplett gar nichts machen kann. Noch nicht mal bei der Lagune konnten wir chillen...
 
Der Tag war so unglaublich entspannend... Wir alle haben die Dusche sehr genossen, weil es auf dem Boot nur einen ausziehbaren Wasserhahn gab, mit dem man sich schnell abduschen konnte. Mehr als eine Minute pro Tag durften wir die Dusche nicht benutzen und Shampoo war wegen Schutz des Great Barrier Reef sowieso verboten. Wenn man dazu immer wieder im Salzwasser schwimmen geht, kann man sich, denke ich, gut vorstellen, wie sehr man eine Dusche auf dem Festland wieder zu schätzen weiß ;-)
 
Am Abend hat dann die Afterparty stattgefunden, die super witzig war! Zu erst war Karaoke in der Bar unterhalb unseres Hostels angesagt, dann sind wir alle gemeinsam in die nächste Bar weitergezogen. In drei Bars waren wir an dem Abend, weshalb ich entsprechend erst um 4 Uhr morgens im Bett war. Ich glaube, so spät war ich auf meiner gesamten Reise noch nicht im Bett ;-) War im Großen und Ganzem aber ein toller Abend!!
 
Am Freitagmorgen (15.4.) musste ich aber leider (wie so einige andere auch) schon ziemlich früh den Bus weiter nach Townsville nehmen, von wo aus ich weiter mit der Fähre auf Magnetic Island gefahren bin. Ein bisschen konnte ich aber zum Glück im Bus schlafen.
Während ich auf den Bus gewartet habe, habe ich Jill aus den USA wiedergetroffen, mit der ich unter anderen die Surfstunde in Town 1770 hatte. Wir saßen im Bus nebeneinander und schliefen auch auf Magnetic Island im gleichen Hostel.
 
15.4. - 17.4.: MAGNETIC ISLAND
 
In Townsville angekommen (Der Übergangspunkt nach Magnetic Island), mussten wir die Fähre nach Magnetic Island nehmen, die aber nur 20 Minuten gebraucht hat. Townsville selber ist, wie ich gehört habe, ziemlich langweilig und lohnt sich nicht wirklich, weshalb ich meine Zeit dort nicht verschwendet habe ;-)
 
Beim Ferry Terminal haben Jill und ich uns mit Laura und Kelly zusammen getan (Tut mir leid, dass ich ständig immer irgendwelche Namen nenne. Ich kann mir vorstellen, dass es teilweise echt anstrengend sein kann, aber für mich führt da leider kaum ein Weg vorbei...) und uns zu viert ein so genanntes Barbie Car für den nächsten Tag gemietet. Mit Laura und Kelly wir ich übrigens auch zusammen auf Fraser Island und auf dem gleichen Boot in den Whitsundays. 
Barbie Cars sind im Grunde ganz kleine Autos ohne Dach, die pink angemalt sind! Das ist eins DER Dinge, die man auf der Insel macht. Wirklich groß ist sie nämlich nicht - innerhalb von 10 Minuten ist man mit dem Auto auf der anderen Seite ;-) 70% kann man auch gar nicht befahren, weil sie aus Nationalpark besteht.
 
Auf der Insel angekommen, ging es für Jill und mich erstmal mit einem Bus 15 Minuten zu unserem Hostel, welches sich direkt neben einem Koala Sanctuary befindet. Das Hostel war auch wirklich eines der süßesten, die ich je gesehen habe. Es bestand nicht aus einzelnen Zimmern, sondern aus Bungalows, die keine richtigen Fenster hatten, sondern nur Mückennetze. Es war also sehr nah an Camping, was mir sehr gefallen hat! Das einzig negative, was ich zu sagen hätte, wären die vielen Mückenstiche, die ich bekommen habe. Bisher war ich eigentlich nie so wirklich anfällig auf diese Viecher, aber da war es einfach unglaublich. Ich habe alleine 10 Stiche am Knöchel, weitere 10 an Füßen und Beinen und weitere 10 an den Armen. Ekelhaft und einfach nur nervig!!! Aber gut, was soll man machen... Natur eben ;-) Aber kann mir mal einer sagen, welchen Sinn Mücken haben? Die tun doch gar nichts Gutes oder? Sie können nur nerven!
 
Da es nur bei der Fähre einen nicht ganz so teuren Supermarkt gab und bei unserem Hostel nur einen kleinen extrem teuren Supermarkt (Ein Kilo Äpfel hat 7$ gekostet - das sind ungefähr 4,50€!!) gab es an dem Tag ausnahmsweise Mikrowellen-Essen für mich...
Da ich am Tag vorher, wie schon gesagt, wegen der Afterparty nicht so viel schlafen konnte, war ich wieder früh im Bett - das tut ab und zu echt gut!! ;-)
 
Am Samstag (16.4.) war ein großer Tag - ich habe so unglaublich viele schöne Dinge gesehen und tolle Sachen erlebt!!

Es hat angefangen mit dem Koala Sanctuary, welches sich direkt neben unserem Hostel befand. Kelly und Laura haben vorher das Barbie-Car abgeholt und dann Jill und mich für die Tour durch das Sanctuary getroffen. Das war eines der tollsten Sachen, die ich hier in Australien gemacht habe!
Der Ranger, der die Tour geleitet hat, war super witzig und hat uns viele interessante Dinge über die verschiedensten Tiere erzählt.

Angefangen haben wir ganz harmlos mit Vögeln. Die Namen konnte ich mir leider nicht merken, aber es hat angefangen mit einem großen schwarzem Vogel, den jeder halten durfte. Zu dem haben wir alle eine ganz besondere Beziehung aufgebaut, weil wir diesen Vögel küssen durften ;-) Jaja, ihr habt schon richtig gehört - ich habe einen Vogel geküsst!! Wir sollten eine Sonnenblumenkern zwischen unsere Lippen klemmen, den der Vogel sich dann geschnappt hat. Aber ganz harmlos! Super süß!

   
Der nächste Vogel war kunterbunt und ein bisschen verspielter. Wir durften ihn halten und streicheln alles. Bei mir hat er sich irgendwie komisch verhalten - er hat seinen Kopf immer so komisch runter gebeugt. Ich dachte "och wie süß, er will von mir am Kopf gekrault werden"! Aber als der Ranger das gesehen hat, lachte er nur und meinte dass der blöde Vogel versucht hat, meine Hand zu vögeln (im wahrsten Sinne des Wortes...).

   
Eine Art Kakadu gab es da auch, aber der mochte Menschen, glaube ich, nicht so sehr - zumindest durften wir ihn nicht halten.

   
Danach wurde es auch schon aufregender. Wir gingen zu dem Gehege, wo Lizards, Schildkröten und ein kleines Baby Krokodil hausten. 
Das Krokodil durften wir als erstes halten. Irgendwie sah dieses kleine Viech so aus, als würde es überlegen, wie er uns alle auf einmal fressen könnte! So richtig vertraut habe ich ihm nicht... Vor allem hat ein Mädchen es nicht richtig gehalten - am Nacken hätte man es halten müssen - weswegen das Krokodil ein Fluchtversuch hingelegt hat und das Mädchen es fast fallen gelassen hat... Puh - ich habe mich aber trotzdem getraut, es zu halten!! ;-)



Das sieht echt nicht lieb aus oder?
   
Ich hatte auch einen so genannten Dragon Lizard (ich glaube, so in der Art hieß er) auf dem Kopf, womit ich mich äußerst hübsch gefühlt habe! Macht doch einen wunderschönen Kopfschmuck oder nicht?

   
Nachdem dann alle fertig waren mit halten, sind wir zu den großen Krokodilen gegangen, die vom Ranger gefüttert wurden. Das war nicht so spannend - die Krokodile haben eben kurz das Stück Fleisch gegessen und sind dann wieder ins Wasser gegangen. Allerdings konnten wir auch sehen, wie schnell diese Tiere eigentlich laufen können - unglaublich!! Also in freier Wildbahn will ich denen nicht begegnen ;-) 


   
Dann ging es endlich zu den Koalas!!!!!! Die durften wir nämlich auch halten!!!! Also nur die Leute, die extra bezahlt haben - umsonst gibt es hier nichts ;-) Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt, es war so unheimlich süß!! 
Erst wurden die Fotos mit einem relativ großen Männchen gemacht, bis er aber keine Lust mehr hatte. Kann ich auch gut verstehen, ehrlich gesagt - ich wäre auch nicht so glücklich dabei, wenn ich von einem Arm zum nächsten gegeben werden würde... Danach kam aber seine ältere Schwester, die mit all dem nicht wirklich ein Problem zu haben schien.
Das Gute an allem war, dass wir zusätzlich zu dem professionellem Koala-Foto auch mit unseren eigenen Kameras Fotos machen durften. So haben wir die Fotos nicht nur in Papierform, sondern auch digital!!
Hach, ich hätte den Koala nachhause nehmen können... Er war so flauschig uns super knuffig!! Könnte ich wirklich öfter machen ;-)



Also wer das nicht süß findet....
   
Ich dachte, dass die Tour danach schon vorbei war, aber es ging noch weiter!! Und zwar mit dem Tier, vor dem ich am meisten Angst habe... Einer Schlange... Es war eine Phyton, glaube ich... Ein bisschen zu lang für meinen Geschmack... Und auch zu schlangenmäßig... Einfach kein Tier für mich...


Sieht doch echt gemeingefährlich aus oder??
   
Der Ranger hat vorher gefragt, wer vor welchen Tieren Angst hat und ich habe mich bei der Schlange gemeldet. Er hat dann gesagt, dass man seine Angst nur überwinden kann, wenn man sich ihr stellt. Und so hat er ohne zu fragen und zu zögern die Schlange einfach um mich gelegt. Puh hatte ich Herzklopfen! Ich weiß gar nicht woher diese blöde Angst kommt... Ein traumatisches Erlebnis hatte ich schließlich nicht... 
Ja, da hing diese Schlange nun an mir. Tatsächlich sind mir auch ein paar Tränen runter gekullert, obwohl ich das gar nicht wollte. Ich konnte es aber einfach nicht kontrollieren!!

Man sieht mir meine Begeisterung an oder? 
   
Im Nachhinein kann ich aber sagen, dass sich die Schlange eigentlich ganz gut bzw. angenehm am Körper angefühlt hat. Mal sehen, ob ich das nächste Mal weniger Angst haben werde - und auch ohne Tränen das Tier halten kann ;-) 
Ich war aber echt stolz auf mich, dass ich das geschafft habe! Und richtig süß - nach der Show sind andere Teilnehmer zu mir gekommen und mir gesagt, wie gut ich das gemacht habe und auch der Ranger war sehr stolz auf mich. Irgendwie habe ich mich aber schon blöd gefühlt, weil ich nicht gedacht hätte, dass ich so eine Angst hatte... Ich wusste zwar, dass ich keine Schlangen mochte und ihnen auch nicht in freier Wildbahn begegnen wollte, aber dass ich so große Angst hatte.... Irgendwie unangenehm... Aber gut, was soll ich machen...

Um 12 Uhr war die ganze Show dann zu Ende und wir alle waren der Meinung, dass es ein super Start in den Tag war!!

Nachdem Laura, Kelly, Jill und ich unser Picknick eingepackt hatten, ging es auch schon mit unserem Barbie Car los!!! Whoop whoop!!! Das hat vielleicht Spaß gemacht. Leider durfte ich nicht fahren, weil ich unter 21 bin, aber Laura und Kelly meinten, dass es an sich wohl ein ziemlich schlechtes Auto sei - es war ein Schaltwagen und die Kupplung musste man erst komplett durchtreten, um überhaupt voran zu kommen ;-) Spaß hat es aber trotzdem gemacht!!!


V.l.n.r.: Jill, Kelly, Laura und ich
   
Wir sind praktisch überall auf Magnetic Island lang gefahren - da die Insel aber so klein ist, ging das ziemlich schnell ;-)

Wir haben an so vielen schönen Buchten und Stränden angehalten. Vor allem war es überall so unglaublich leer, was uns total gewundert hat, weil es schließlich Samstag war! Aber umso besser für uns ;-)




Stillleben...
   
Unter anderem hielten wir an einer Stelle, wo wir Rock Wallabies füttern konnten. Vom Hostel habe ich extra Futter dafür bekommen und die Wallabies haben uns aus der Hand gefressen! So süß! Da waren auch ganz kleine dabei, die allerdings etwas schüchtern waren...


   
Als es am Nachmittag etwas kühler wurde, haben wir dann eine kleine Wanderung auf "The Forts" gemacht. Das war, glaube ich, eine Aussichtsplattform im Weltkrieg! Und von dort hatte man eine unfassbar tolle Aussicht über die Insel. Und ich glaube nicht, dass ich wiederholen muss, wie sehr ich solche Aussichten liebe oder?



   
Als Abschluss eines schönen Tages darf ein Sonnenuntergang natürlich auf gar keinen Fall fehlen!! Die Sonne ist zwar nicht direkt über dem Meer untergegangen, aber tolle Farben hatte der Himmel trotzdem. Die Palmen direkt am Wasser haben auch wunderschöne Kontraste abgegeben, sodass Bilder wie auf Postkarten entstanden sind. Ein Traum!!



Gar nicht kitschig oder?? ;-)
   
Zum Abendessen haben Jill und ich uns eine Pizza im Hostel gegönnt. Muss schließlich auch ab und zu mal sein ;-) 
Beim Essen bekamen wir Gesellschaft von einem Opossum mit ihrem Kind. Ich fand das Tier so unsympathisch, weil es so verschwörerisch auf uns geguckt hat, als würde es gleich auf uns herfallen... Und eigentlich dachte ich, dass diese Tiere nicht ganz ungefährlich sind... Dort im Hostel aber scheinbar nicht. Es wollte nur gefüttert werden, denke ich.

   
Am nächsten Morgen (17.4.) mussten Jill und ich dann auschecken und bis 13 Uhr, als unser Bus zur Fähre ging, haben wir nur im Hostel rumgehangen...

17.4. - 18.4.: Mission Beach 

Der Tag war seeeehr produktiv ;-) Um 14.20h ist mein Bus in Richtung Mission Beach gefahren, wo ich um 18.20h ankam.

Ich habe dann nur im Hostel eingecheckt, Essen gekauft, zu Abend gegessen, mich über das unendlich schlechte WLAN geärgert (Mal ehrlich, wenn man schon WLAN im Hostel anbietet, sollte es wenigstens gut sein - halbe Sachen finde ich ganz schrecklich...), einen Film auf meinem iPad geguckt und schlafen gegangen.

Am Montag (18.4.) war der Tag allerdings nicht viel produktiver, weil Mission Beach so ein kleines Kaff ist, dass ich noch nicht mal Handyempfang hatte. Unfassbar.

Nachdem der Regen am Morgen aufgehört hat, bin ich ein bisschen am Strand spazieren gegangen, wo ich den Skydivern zugeguckt habe. Es ist hier nämlich DER Ort in Australien, um einen Skydive zu machen, weil man direkt am Strand landet. Das sah auch super cool aus und ich musste sehr an meinen Skydive in Neuseeland denken... Irgendwann mache ich das nochmal... Mal gucken...
Der Strand ist aber ganz schön, weil dort Palmen am Rand sind, was ich so schön finde! Das gibt mir immer direkt ein Urlaubsgefühl...



   
Ja und viel mehr habe ich gar nicht gemacht ;-) Viel Chillen und entspannen. Ist auch, glaube ich, ganz gut, bevor der Action in Cairns wieder losgeht!!

18.4. - 19.4.: Cairns

Abends gegen 20.30h bin ich endlich in Cairns angekommen - ich konnte es echt gar nicht mehr erwarten. Viele von den Leuten, mit denen ich auf Fraser Island und auf den Whitsunday Islands war, waren schon da und haben mich mächtig neidisch gemacht ;-)

Ich kam an und fand die Stadt direkt toll - kein kleiner Pupsort, sondern eine vernünftige Stadt, wo es vernünftige Läden und Supermärkte gibt, aber auch trotzdem nicht so groß wie Melbourne oder Sydney!!

Außerdem schlafe ich hier in einem Hostel für nur 15$ die Nacht (ungefähr 9,70€!!). Hier in Australien habe ich im Schnitt locker 30$ gezahlt. Also ein mächtiges Schnäppchen! Und das Hostel ist noch nicht mal schlecht. Perfekt zum Sparen ;-)

Für die Tour am nächsten Tag brauchte ich allerdings noch etwas zum Essen, weil dafür leider nicht gesorgt wurde... Der Supermarkt war schon zu, also musste ich in einen kleinen überteuerten Laden gehen. Aber gut, ich brauchte halt etwas.

Von Cairns habe ich also noch nicht viel gesehen an dem Tag, ich war mehr oder weniger nur zum Schlafen da ;-)

Am Dienstag (19.4.) wurden ich ganz früh morgens um 7.30h von meiner Tour nach Cape Tribulation abgeholt. 

19.4. - 20.4.: CAPE TRIBULATION 

Es war ein relativ großer Bus und unsere Tour bestand aus nur 13 Leuten - sehr angenehm!! Unser Guide war irgendwie total knuffig, weil er seinen allerersten Tag hatte und deshalb die ganze Zeit versucht hat, uns zu unterhalten. Er hat wirklich die ganze Zeit durchgeredet, obwohl alle müde waren und die meisten ständig gedöst haben ;-) Außerdem hat er uns die ganze Zeit gezählt, um auch bloß keinen zu verlieren ;-) Als wären wir Kleinkinder, die zwischendurch einfach wegrennen würden.

Cape Tribulation liegt übrigens noch weiter nördlich von Cairns und im Daintree Rainforest. Es ist der Ort, wo sich der Regenwald und das Meer treffen! Total schön. Allerdings auch sehr sehr heiß. Morgens um 9 Uhr waren es schon 28 Grad!! Unglaublich... Dazu war es auch noch ordentlich feucht, sodass man es so richtig genießen konnte, in der Sonne ;-)

Unser erster Halt war ein Lookout. Nicht sehr spannend. Eigentlich wie jeder Lookout: Strand, Meer und eine wunderschöne Aussicht!!

   
Danach wurden wir von Aboriginies willkommen geheißen. Wir mussten durch Rauch von einer bestimmten brennenden Baumrinde (oder so etwas in der Art) laufen, was uns dann für den restlichen Trip beschützt hat.

   
Danach wurde uns noch so einiges über die Bemalung der Aboriginies in der Rainforest Gegend erzählt und dass alle Aboriginies aus den verschiedenen Umgebungen sich anders bemalen. Außerdem zeigte sie (die von den Aboriginies, die uns alles gezeigt hat) uns eine Blattart, die als Seife dient. Total unglaublich!! Sie hat diese bestimmten Blätter zerrissen, verrieben und mit Wassser vermischt und da kam tatsächlich Schaum raus! Wie bei einer normalen Seife! Das hilft dann gegen Mückenstiche und dient eben zum normalen Waschen. Genial!! Gibt es aber leider nur in Australien...
 
   
Ich war allerdings ein bisschen enttäuscht, dass die Frau, die uns das alles erzählt hat, zwar angeblich zu den Aboriginies gehört, aber überhaupt nicht danach aussah. Sie hatte normale Arbeitskleidugn an, was ich ein bisschen langweilig fand...

Nachdem wir alle also geheilt und beschützt und gelehrt waren, sind wir mit einem Bus zum so genannten Mossman Gorge gefahren. Das ist ein ziemlich berühmter Creek (übersetzt heißt das glaube ich Bach oder Flüsschen, aber Creek hört sich viel besonderer an!!), in dem es ganz klares und vor allem reines Wasser gibt! Das Wasser konnte man sogar trinken und hat tatsächlich besser als jedes Leitungswasser geschmeckt. Hätte ich nie für möglich gehalten, weil da sogar Fische drin schwimmen! Dazu war es auch noch so unglaublich erfrischend. Ziemlich kühl, aber bei der Hitze ein Geschenk vom Himmel!!

   
Da wir ein ziemlich straffes Zeitprogramm hatten, hatten wir keine halbe Stunde dort und mussten schon weiter. Jetzt ging es zum Daintree River, wo wir Krokodile beobachten konnten!!! Leider waren diese nur an Land und haben dort in der Sonne entspannt. Im Wasser sieht man wohl normalerweise keine... Eigentlich schade... 
Aber diese Tiere unterschätzt man meistens, glaube ich. Die sind ja so gefährlich, das denkt man gar nicht!! Regelmäßig werden dort im Daintree River oder in der Umgebung Menschen von diesen bösen Tieren gefressen. Eine abartige Vorstellung. Erst vor einer Woche ca. wurde ein fünfjähriger Junge verspeist. Schrecklich oder? Meistens sind es sogar Einheimische, die nicht richtig aufpassen. Touristen kommen nämlich und haben Respekt vor den Gewässern, in denen sich Krokodile aufhalten. Sie lesen die Schilder, auf denen steht, dass man nicht schwimmen soll. Einheimische denken allerdings, wenn sie schon länger kein Krokodil gesehen haben, kann man dort beruhigt schwimmen gehen. Aber nichts da! Genau dann passieren die schrecklichen Dinge....
Wusstet ihr eigentlich, dass Krokodile zwischen 30 und 40 Stundenkilometer schnell an Land rennen können?! Wer hätte das bei den kleinen Beinchen gedacht?! Also ich will diesen Tieren nicht begegnen...


   
Später wurden wir schon zu unserer Unterkunft für die Nacht gebracht. Das war schon gegen 14 Uhr! Damit hatte ich gar nicht gerechnet, irgendwie... Es war aber eigentlich nicht schlecht, weil wir dann Zeit für uns hatten, entspannen konnten und die Umgebung auf eigener Faust erkunden konnten.

Das Hostel lag mitten im Regenwald, ohne Empfang, ohne WLAN, perfekt zum entspannen. Unsere Zimmer waren in verschiedenen Bungalows und wenn man zum Restaurant des Hostels ging, war man so gut wie am Strand. Super schön!!

   
Am Strand verbrachten wir auch die ersten zwei Stunden. Wir hatten nämlich unglaubliches Glück mit dem Wetter. Da wir uns ja im Regenwald aufhielten, regnet es logischerweise so gut wie jeden Tag. Nicht immer lange, aber mindestens ein Mal pro Tag. Die Tage vorher hat es auch wirklich jeden Tag geregnet. Und sogar ziemlich stark... Wir bekamen aber keinen einzigen Regentropfen ab - so super!! Die dunklen Wolken sind regelrecht an uns vorbei gezogen!!


   
Mit zwei Mädels aus den USA und aus England habe ich dann einen kleinen Spaziergang gemacht. Erst an der Straße entlang und dann am Strand zurück. Es war so schön! Und vor allem zu ruhig... Man hört nur irgendwelche Grillen und Vögel in den Bäumen... 

   
In meiner Tour waren übrigens auch fünf Deutsche dabei, die ich aber ziemlich gut meiden konnte. Okay, das klingt ziemlich böse - als würde ich die total ignorieren!!! Nein!! Ihr kennt mich ja. Ich habe natürlich auch ab und zu mit denen geredet, aber unternommen habe ich eben die Sachen mit den Leuten aus England und USA und so. Tatsächlich habe ich mich auch dabei erwischt, mitten im Satz - wenn ich mit den Deutschen geredet habe - englisch weiterzureden. Ich habe mich selbst ziemlich erschrocken ;-) Aber das ist ja ein gutes Zeichen und ich muss auch echt sagen, dass ich momentan lieber englisch als deutsch rede. Macht nicht nur mehr Spaß, sondern fällt mir teilweise sogar leichter!

Nach dem Abendessen wurde vom Hostel am Strand ein Lagerfeuer gemacht, was total gemütlich war. Der Mond war an dem Abend so unglaublich hell, dass man kaum Sterne sehen konnte. Wir konnten uns gegenseitig auch total gut erkennen in dem Licht! Unglaublich - er ist so weit weg und kann doch so viel Licht geben..!

   
Nachdem wir am nächsten Tag (20.4.) ausgecheckt haben, machten wir zu siebt eine kleine Wanderung zu einem anderen Creek. Puh, die war anstrengender als gedacht - ziemlich bergauf ;-) Allerdings haben wir auf dem Weg eine tote Schlange gesehen!!!! Und zwar war das die gleiche Art, die ich in Caloundra schon einmal sehen habe. Eine schwarze mit gelben Bauch - also ungiftig. Trotzdem sah sie nicht ganz lieb aus ;-)


Das letzte Stück unserer Wanderung war ziemlich challenging, weil der Weg überflutet war, sodass wir unsere Schuhe ausziehen mussten und im Matsch gelaufen sind. Zum Glück bin ich nicht hingefallen, das wäre wirklich wirklich ekelhaft gewesen ;-)

Dieser Creek war wieder so unglaublich klar und hat zum Schwimmen total eingeladen!! Allerdings war ich so blöd und hatte meinen Bikini nicht an, sodass ich den anderen Mädels nur zugeguckt habe. Es gab sogar ein Seil, an dem man sich festhalten konnte, um in das Wasser reinzuspringen. Also so ein Schwingseil, wenn ihr wisst, was ich meine ;-)

Hach, solche Orte sollte es definitiv öfter auf der Welt geben...



Um 14 Uhr sind wir wieder von unserer Tour abgeholt worden. Dieses Mal hatten wir einen anderen Führer, der das ganze auch schon ein paar Jahre macht. Er war also wesentlich entspannter ;-)

Als erstes hielten wir für einen Bushwalk an. Das war total spannend, weil unser Führer uns ständig irgendwelche Pflanzen und Früchte gezeigt hat, die hochgiftig sind und uns umbringen wollen... Selbst das am harmlosesten aussehende Blatt führt bei der kleinsten Berührung dazu, dass diese Stelle auf der Haut über ein Jahr juckt und entzündet ist und sogar ein lebenslang empfindlich für weitere Berührungen ist. Unfassbar oder?! Ich war, um ehrlich zu sein, ziemlich glücklich, als wir da wieder draußen waren... Ständig bekamen wir zu hören "Oh and this plant wants to kill you, too!" oder "Don't touch this, it's very poisonous" oder "Have you ever eaten this? Don't do it, because it will make you very very sick!"


 
Danach haben wir bei einem Lookout angehalten, von wo aus wir einen Blick über den Daintree River und Port Douglas hatten, was sehr schön war! Port Douglas ist nur eine Stunde nördlich von Cairns, wo es schönere Strände gibt und sich die Leute aufhalten, die den Backpackern in Cairns entfliehen wollen.


Im Daintree Rainforest gibt es übrigens eine bestimmte Art von Vögeln, die so aussehen wie eine Mischung aus Pfau und Emu. "Cassowary" heißen die. Leider haben wir keine gesehen, aber da die ziemlich verbreitet dort sind, werden sogar Schilder auf der Straße zum Schutz aufgestellt. Ein Schild ist ziemlich berühmt, weil es ganz witzig ist:


Unser letzter Stop war Port Douglas selbst, wo wir ein paar Leute rausgelassen haben, die dort für eine Nacht noch geschlafen haben. Wir haben uns nur kurz den Strand angeguckt und das Schild, dass vor Krokodilen warnt. Gruselig...
Jetzt, da ich weiß, wie gefährlich diese Viecher sein können, würde ich mich, glaube ich, nicht trauen in so einem Gewässer schwimmen zu gehen... Das ist nicht gerade der schönste Tod, den man sich vorstellen kann... 


Naja, back to the positive things in life!!

Seit 20.4.: Cairns

Abends gegen 19 Uhr wurde ich wieder bei meinem schön günstigem Hostel rausgelassen, wo ich jetzt auch die ganze Zeit über in Cairns bleiben werde. Ich habe einfach keine Lust, nochmal umziehen zu müssen und dafür alles nochmal zusammen packen zu müssen und so weiter...

Was ich hier noch so erlebe, erzähle ich euch im nächsten Eintrag, der hoffentlich früher erscheint, als erst in zwei Wochen ;-) Ich kann euch aber sagen: morgen werde ich tauchen gehen!!!!! Ich freue mich total, weil ich endlich meinen Tauchschein, den ich in Thailand gemacht habe, benutzen kann!! Dafür werde ich mir auch eine Unterwasserkamera mieten, sodass ich euch die ganze Unterwasserwelt bildlich zeigen kann. Bin schon total gespannt!!!

Bis dahin schicke ich euch ganz viel Sonne nach Deutschland, sodass der Frühling noch ein bisschen schneller kommt ;-)